Logemann informiert sich über Projekt gegen Lebensmittelverschwendung

Karin Logemann, Carsten Feß und Daniela Peters vor dem Buffet im Center Parcs Park Nordseeküste

Die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Karin Logemann, besuchte kürzlich den Center Parcs Park Nordseeküste in Tossens, um sich über die Arbeit mit der „Too Good to Go“-App zu informieren, die dort seit einiger Zeit getestet wird. „Diese App soll die Lebensmittelabfälle des Ferienparks verringern, indem hier überschüssige Mahlzeiten von den Frühstücks- und Abendbuffets zu einem günstigeren Preis angeboten werden. Da die SPD-Landtagsfraktion sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Lebensmittelverschwendung befasst hat, habe ich natürlich die Chance genutzt, um mich über dieses beispielhafte Projekt hier vor Ort zu informieren. Center Parcs übernimmt Verantwortung für mehr Nachhaltigkeit und zeigt damit Umweltbewusstsein, das hat Vorbildcharakter“, erklärt Logemann.

Hygiene wird im Haus natürlich groß geschrieben, da sind hohe Anforderungen zu erfüllen. „Von jedem Produkt, das aufgetischt wird, werden täglich Proben genommen, die aufbewahrt werden. Auch das Veterinäramt kontrolliert regelmäßig“, berichtet Carsten Feß, Leiter des Caterings im Center Parcs Park Nordseeküste. Er und seine Kollegin Daniela Peters, Qualitätsmanagerin des Caterings, nahmen die Landtagsabgeordnete in Empfang und erläuterten das Projekt. Beide freuten sich über den Besuch der Abgeordneten: „Gut, dass Politik sich vor Ort und in der Praxis informiert.“

Im Sieben-Punkte-Plan für gute Lebensmittel zu fairen Preisen der Landtagsfraktion heißt es zum Thema: „Wir wollen Projekte zur Abfallvermeidung von Lebensmitteln fördern und die Vernetzung von Ernährungsräten und lokalen Projekten weiter unterstützen.“ Und „Chancen und Potenziale der Digitalisierung müssen konsequent erschlossen werden.“ Die Nutzung der europaweit verfügbaren App kombiniert diese beiden Punkte des Papiers. Logemann dazu: „Wenn es schon solche Angebote, wie ‚Too Good To Go‘ gibt, warum sollte man das Rad dann neu erfinden? Alles, was uns dabei hilft, die Lebensmittelverschwendung zu verringern, ist eine gute Sache. Wir müssen nur die verschiedenen Angebote auch kennen.“

Jährlich fallen in Deutschland 12 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Davon werden 1,7 Millionen Tonnen (14%) von der Gastronomie verursacht. Privathaushalte tragen 6,1 Millionen (52%) dazu bei. Dazu zählen aber auch Obst- und Gemüseschalen, sowie Knochen, die man nicht weiter verwenden kann. Auf eine einzelne Person herunter gerechnet bedeutet das etwa 75 Kilogramm Abfall im Jahr.

Das Angebot im Center Parcs befindet sich noch in der Testphase bis Ende des Jahres. Camper und Einheimische nehmen diese Möglichkeit sehr gut an. Die ersten Erfahrungen seien durchweg positiv, so Feß. Butjadingen war Vorreiter in der Gruppe. Nun wird das System nach dem erfolgreichen Testlauf auch in den anderen Parks eingeführt werden.

Darüber hinaus arbeitet der Center Parcs Park Nordseeküste mit der Tafel in der Region zusammen. Auch dorthin gehen Lebensmittel, die übrig sind. Verstärkt setzt das Haus jetzt auch auf Produkte, die regional erzeugt werden. Regional bedeutet aus einem Umkreis von 100 Kilometern. „Das klappt natürlich nicht für alle Lebensmittel, aber ein Anfang ist gemacht“, so Feß.