SPD-Bezirk Weser-Ems debattiert über Erneuerung

Bezirksvorsitzende Hanne Modder auf der Funktionärskonferenz Mai 2018

Erneuerung ist angesagt bei der SPD, die Debatte darüber läuft auch im Bezirk Weser-Ems. Um Meinungen und Positionen zusammenzutragen, praktische Vorschläge für die politische Arbeit zu bündeln und sich außerhalb einer strengen Tagesordnung auszutauschen, hatte der Bezirksvorstand nach Wardenburg eingeladen.

„Es geht darum, diesen Erneuerungsprozess auch in unserem Bezirk glaubhaft umzusetzen, dabei kommt den Ortsvereinen eine wichtige Rolle zu, denn sie sind der erste Ansprechpartner für Interessierte“, sagte Bezirksvorsitzende Johanne Modder in ihrer Einführung zum Thema. Doch auch die Parteispitze in Berlin sei in der Pflicht. Es könne nicht sein, dass die Partei sich selber schwäche, weil ein Thema schon öffentlich zerredet werde, bevor es in den zuständigen Gremien überhaupt diskutiert worden sei, bemängelte sie.

Und genau diese Unschärfe in den Aussagen brennt vielen Genossinnen und Genossen an der Basis auf den Nägeln. Sie wünschten sich in der lebhaften Diskussion, dass die Partei sich klarer äußert, ihr Programm offensiv vertritt und auch dann erkennbar bleibt, wenn sie sich in einer Koalitionsregierung befindet. Die Genossinnen und Genossen wollen „ihre“ SPD wiedererkennen, obwohl ihnen klar ist, dass in Koalitionen Kompromisse nötig sind.

Deutlich wurde auch, dass die Kommunikation in der SPD besser werden muss. Sowohl zur Information der Mitglieder als auch zur Außendarstellung gab es interessante Anregungen. Auch zur Sitzungskultur der Partei gab es viele Idee, die vor allem zum Ziel haben, überkommene, langweilige Treffen mit Wahlmarathons durch Formen zu ersetzen, die für die Mitglieder spannender sind. Mehr Diskussion statt langer Referate, lautete der Tenor, den sich auch die Bezirksvorsitzende zu eigen machte. Sie regte Parteitreffen auf Bezirksebene an, in denen kurz referiert und mehr diskutiert wird.

Beispiele für die gelungene Aktivierung von Mitgliedern und präsentierten Sozialdemokraten aus Wilhelmshaven und der Wesermarsch. Eine Arbeitsgruppe der Jadestädter beschäftigte sich mit der Struktur der SPD und den Wünschen der Mitglieder, die wiederum in klare Handlungsoptionen münden. In der Wesermarsch gelang es, in kurzer Zeit junge Menschen dauerhaft für die SPD  zu begeistern. Diese Beispiele und viele weitere Anregungen aus dem Teilnehmerkreis will der Bezirksvorstand nun bündeln und in die Arbeit der SPD zwischen Weser und Ems einfließen lassen.